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Erholungen des Studiums zuzubringen.— Ja, entgegnete Anatole mit ſpöttiſchem Lächeln, da⸗ mals war ich in der That ſehr treuherzig, ſehr unſchuldig!— Damals mein armer Ana⸗ tole, warſt Du gluͤcklich, beklagteſt Dich nicht über Verachtung... ſchüchtern und ſtolz bliebſt Du in den Grenzen Deiner Stellung; Deine Briefe wurden nach und nach ſeltener; in Dei⸗ nem Gemüth war eine große Veränderung einge⸗ treten, Du ſprachſt mit Entzücken von der Ge⸗ ſellſchaft, vor welcher Dich anfangs Dein guter Geiſt gewarnt hatte. Auf dieſen Zuſtand des Rauſches iſt bei Dir der entgegengeſetzte gefolgt; Deine Briefe ſprachen bald eine tiefe Niederge⸗ ſchlagenheit, bald finſtern und bitteren Men⸗ ſchenhaß aus, bald endlich, und ich geſtehe, das beruhigte mich wieder, gedachteſt Du mit alter Wärme unſerer Freundſchaſt und Jugenderinne⸗ rungen. Endlich hörte unſer Briefwechſel ſeit faſt einem Jahre von Deiner Seite ganz auf, ſchloß der Doctor ſeufzend. Aber, Gott weiß, ich war auf dieſe Veränderung bei Dir nicht ge⸗ faßt, die mich in tiefſter Seele ſchmerzt.— Lie⸗ ber Jerome, ſagte Ducormier, durch die ſchmerz⸗ liche Bewegung ſeines Freundes aufrichtig ge⸗ rührt, beurtheile mich immerhin ſtreng, Du haſt
ein Recht dazu; nur darfſt Du an der Beſtän⸗ †
digkeit meiner Liebe zu Dir nicht zweifeln.—


