Teil eines Werkes 
259. Theil, Die Prophezeihung : 2. Bändchen (1851) La bonne aventure
Entstehung
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Sprache iſt mir ebenſo unbegreiflich als ſchmerz⸗ lich, antwortete der Arzt traurig. Nach Deinen erſten Briefen glaubte ich, Du ſeieſt mit Deiner Stellung zufrieden, weil Du dieſelbe nicht auf⸗ gabſt. Wie! Du beklagſt Dich über erduldete Demüthigungen, und Du biſt vier Jahr geblie⸗ ben?— Ja! antwortete Dukcormier voll Bitter⸗ keit, Scham und Wuth, weil da eine unwider⸗ ſtehliche Macht wirkt! ja, weil, ſobald man dieſe verdammte Welt kennen gelernt hat, jede andere Geſellſchaft unerträglich wird. Teufel! man muß es wohl eingeſtehn, und mein Haß wird dadurch nur vermehrt: Feinheit, Lurus, Anmuth, ausge⸗ ſuchten Geſchmack, kurz die Poeſie des Lebens findet man nur dort; anderwärts erſcheint Alles dürftig, gemein, bürgerlich. Ich weiß wohl, welcher Platz mir unter dieſen Leuten angewieſen war! Als gelöhnter Secretär war ich nichts als eine Art höherer Bedienter, mit dem Vorzuge vor der übrigen Dienerſchaft, am unteren Ende von des Herrn Tiſch ſitzen und, wenn ich mit demſelben allein ausfuhr, ehrerbietig auf dem Rückſitz des Wagens Platz nehmen zu dürfen, ſtatt wie der Lakai hinten aufzuſitzen. Nun wohl! ich ertrug dieſe täglichen Demüthigungen, um

dieſe glänzenden Kreiſe nicht verlaſſen zu müſ⸗

ſen, um dieſen üppigen Feſten, dieſen glänzenden

Bäilen beiwohnen zu können, auf denen ich doch