Teil eines Werkes 
259. Theil, Die Prophezeihung : 2. Bändchen (1851) La bonne aventure
Entstehung
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Sie mir, ihm dieſen ſonderbaren Brief zu zeigen. Zuerſt kommt er ſehr gelegen in Betreff einer kleinen Erörterung, in welche wir ſoeben ver⸗ wickelt waren; dann wird die Sache auch darum Intereſſe für ihn haben, da er den Vater dieſer ſtol⸗ zen Herzogin noch heute Morgen ſprechen ſoll. — Gewiß, lieber Freund, ſagte Madame Bona⸗ quet lächelnd, laſſen Sie immerhin Herrn Ducor⸗ mier dieſen Brief leſen. Er iſt, wie Sie mir ge⸗ ſagt haben, ein ſcharſer Beobachter: er wird da⸗ rin einen merkwürdigen Sittenzug finden.

Jerome reichte Anatole den Brief; kaum hatte dieſer denſelben geleſen, ſo rief er aus:

— Die Unverſchämte! das iſt ebenſo dumm wie abſcheulich!

— Nicht doch! nicht doch, entgegnete Jerome mit ſeiner gewöhnlichen Seelenruhe; es liegt in dieſem Schritt eine gewiſſe Ehtſchiedenheit und ein ſehr kräftiges, wenn auch übelverſtandenes Ehr⸗ gefühl, welches von gewiſſer Seite betrachtet nicht der Großartigkeit ermangelt. Was meinen Sie, Helviſe?— Ich denke, mein Freund, antwortete Heloiſe mit ihrem ſanften und klugen Lächeln, daß dieſe Gegenanzeige, als That und Gedanke an ſich betrachtet, vollkommene Anerkennung ver⸗ dient, nur...— Wie, Madame! rief Ducor⸗ mier unwillkürlich die Frau ſeines Freundes unterbrechend aus; Sie ſind über dieſen frechen