Teil eines Werkes 
259. Theil, Die Prophezeihung : 2. Bändchen (1851) La bonne aventure
Entstehung
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Dieſe Ungeheuerlichkeit: die Verheira⸗ thung eines Arztes mit einer Marquiſin, war durch ſo gewöhnliche bürgerliche Verhält⸗ niſſe herbeigeführt, daß Anatole ſich nicht recht dabei zu finden wußte. Dennoch ſagte er zu Je⸗ rome mit freundlichem Händedruck:

— Meine Ahnung hatte mich nicht betrogen, als ich Dir zu Deiner Heirath Glück wünſchte, ohne die näheren Umſtände zu kennen. Was mich an dieſer Verbindung anfangs ſo überraſchte, ſetzt mich jetzt nicht mehr in Erſtaunen, nun ich den Cha⸗ rakter Deiner Frau kenne; ich kann Dich aber ver⸗ ſichern, es iſt ein ſeltener Charakter, denn in der Geſellſchaft, in welcher ſie gelebt hat, iſt unter hunderten, unter tauſenden...— Nicht eine, die einen Arzt geheirathet hätte, nicht wahr?— Nein, mein Freund! antwortete Ducormier und fügte im Tone inneren Grimmes hinzu: Ach! wieviel hochfahrenden Stolz, wieviel verächtlichen Dünkel! wieviele unverſchämte und lächerliche Vorurtheile hegt dieſe Ariſtokratie! Dieſe Leute ſind noch im finſteren Mittelalter! Ja, in ihrem einfältigen Stammes⸗ und Claſſenunterſchiede ſind ſie noch ebenſo unerbittlich als in den frühe⸗ ſten Zeiten. Glaube mir, Deine Heirath wird ihnen ſo ungeheuer erſchienen ſein, als wenn wir noch in den Tagen der Freien und Knechte lebten. — Geh, lieber Anatole! antwortete Doctor Bo⸗

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