Teil eines Werkes 
259. Theil, Die Prophezeihung : 2. Bändchen (1851) La bonne aventure
Entstehung
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ten Geſichtspunkt, ich meine, von ſeiner morali⸗ ſchen und philoſophiſchen Seite betrachtet, erſchien Frau von Blainville als eine der edelſten Lauf⸗ bahnen des Mannes; ſie glaubte nicht mehr ſich zu erniedrigen, indem ſie mir antrug, ihr Loos mit dem meinigen zu verknüpfen, als ich mich durch die Annahme ihres Antrages zu erheben glaubte. Wir ſind verheirathet. Meine Frau iſt ſieben und zwanzig, ich bin dreißig Jahr alt; wir ſind beide über das Jugendalter hinaus. Wir ſind keinem blinden, leidenſchaftlichen Gefühle des Augenblicks gefolgt, wir haben uns vielmehr auf eine tiefe, ruhige, überlegte und durch drei⸗ jährigen täglichen Verkehr geprüfte Neigung ver⸗ laſſen; die Vergangenheit ſichert uns gegen alle Täuſchungen der Zukunft; unſere Neigungen ſind ähnlich, unſer Geiſt hat tauſend Berührungs⸗ punkte, ſowohl in der großen Aehnlichkeit unſerer Grundſätze, als auch in unſerer gemeinſamen Liebe zum Studium; enblich iſt unſere Lage un⸗ abhängig. Du erſiehſt daraus, Anatole, daß Ehe alle Ausſicht eines dauernden Glücks ietet.

Anatole Ducormier hatte ſeinen Freund auf⸗ merkſam angehört und wurde vielleicht durch dieſe ſo einfache, offene und, wie Doctor Bonaquet ge⸗ ſagt hatte, ſo wenig romantiſche Liebe mehr überraſcht als gerührt.

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