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wo haben Sie dieſen ehelichen Juwel entdeckt?— Nicht in einer jener reichen Familien, welche doch Dank ihrem Reichthum tauſend Mittel haben, eine ſolche Neigung zu ſchmücken, zu vergeiſtigen und zu erhöhn, ſie zu ſchonen und durch das Le⸗ ben des Lurus ſelbſt zu verlängern; nein, gnä⸗ dige Frau, der Freund, von welchem ich rede, lebt mit ſeiner Frau in ſehr beſchränkten Umſtänden; ihr Gewerbe(ſie treiben Handel) nöthigt ſie zu einem engen Zuſammenleben; die Frau muß den Haushalt und die Erziehung ihres Kindes über⸗ wachen, und dennoch iſt ſie immer reizend, und, was in jeder Ehe Hauptſache iſt, immer wün⸗ ſchenswerth und immer gewünſcht. Dieſe jungen Leute ſind zu einfach erzogen, um ſchönwiſſenſchaft⸗ liche oder Kunſtgenüſſe zu ſuchen, ſie ſind daher ganz auf ſich beſchränkt, und doch möchten ſie ſich oft noch mehr von der Außenwelt zurückziehen, ſo heftig ſind ſie von gegenſeitiger Liebe entbrannt. Ja, gnädige Frau, es hat mich gerührt, herzinnig gerührt dies Bild einer ſo feurigen, ſo unſchuldi⸗ gen und ſo ganz und völlig ſich ſelbſt genügen⸗ den Liebe, daß kein Glück der Erde ihr neidens⸗ werth erſcheinen kann.— Die Stimme des Unbekannten verrieth Be⸗ wegung und warmes Gefühl; Frau von Beau⸗ pertuis theilte faſt die Rührung, welche er zu em⸗ pfinden ſchien, und fragte ſich, wie dieſer Mann


