Teil eines Werkes 
259. Theil, Die Prophezeihung : 2. Bändchen (1851) La bonne aventure
Entstehung
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ſchendere Schönheit bei einem Mann geſehen, fagte ſich Diana von Beaupertuis, indem ſie den Unbe⸗ kannten betrachtete. Welche edlen und zugleich lieblichen Züge! Welch' Auge, welch' ein Blick, welches geiſtreiche feine Lächeln! Welche Anmuth, Auszeichnung und Feinheit in ſeinem Wuchs, ſeiner Haltung und ſeinen Bewegungen! Wie geſchmack⸗ voll er gekleidet iſt! Und dieſe Hand und dieſer Fuß! Er iſt höchſtens fünf und zwanzig Jahr alt. Sicher⸗ lich ein Mann aus unſerer Geſellſchaft; nirgend anders findet man dieſe angeborene Würde und dieſe Auszeichnung.

Warum habe ich ihn nur in den zehn, zwölf Salons, in welchen unſere feine Geſellſchaft zu⸗ ſammenkommt, noch nicht angetroffen? Wahr⸗ ſcheinlich war er lange auf Reiſen. Vielleicht iſt es auch ein Fremder, ein Ruſſe? Manche Ruſſen ſpielen den Franzoſen zum Verwechſeln. Und doch nicht, man erkennt ſie doch. Neue Eigen⸗ thümlichkeit; der Unbekannte hat blaue Augen und dunkeles Haar. Nie ſind mir ſolche Augen vor⸗ gekommen; und dieſe blaßbraune Geſichtsfarbe, zuſammengefloſſen wie bei einer Frau; und dies kleine weiche Schnauzbärtchen über den friſchro⸗ then Lippen! Wahrhaftig, er iſt reizend, aller⸗ liebſt! Nie hab' ich ſo etwas Verführeriſches ge⸗ ſehen. Ich begreife jetzt, wie Männer bei dem bloßen Anblick einer ſchönen Frau ſchon entbren⸗