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ſchmeichelnder, zärtlicher Stimme, haben Sie mich an ſolchen Argwohn und ſolches Mistrauen gar nicht gewöhnt. Wie! nach zehnjährigem ver⸗ trauten Umgang, während ich mein Leben bei Ihnen zubringe, ſollte zwiſchen zwei ſo alten Freunden, als wir ſind, noch thörichte Eiferſucht auffommen?... und mit liebenswürdigem und feinem Lächeln ſchloß er: Wollen Sie mich et⸗ wa zu dem beſchämenden Auskunftsmittel nöthi⸗ gen, mich mit Berufung auf meine Jahre gegen Ihren Verdacht zu ſchützen?„ einen Verdacht, welcher wahrlich zu ſchmeichelhaſt iſt.— Ich bin vor Allem auf Ihr Vertrauen eiferſüchtig, Hektor; dies verlange ich aber ganz, und, mein Gott, Sie wiſſen ja, daß Sie mich unter dieſer Bedin⸗ gung immer nachſichtig.. ach! mehr als nach⸗ ſichtig finden.— Mein Vertrauen! ſeien Sie aufrichtig, Olympia, beſitzen Sie daſſelbe nicht vollſtändig? Empfange ich nicht in Ihrem Sa⸗ lon ſtatt in dem meiner Frau alle Abend meine politiſchen Freunde? Halte ich nicht bei Ihnen, wie Sie fälſchlich ſagen, meine Cour, denn in der That iſt es die Ihrige? ſagte der Fürſt mit verdoppelter Süßigkeit; ſind Sie nicht die Göt⸗ tin, deren ergebenſter Prieſter ich bin glücklich, Ihnen als der Erſte meine Anbetung darbringen zu können?— Hert von Morſenne, erwiderte Frau von Roberſac trocken, ich kenne


