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tet! Eine Frau, die bisher im Rufe ſo ehren⸗
werther Geſinnung, eines ſo ſicheren Umgangs,
ſo erprobter Geſetztheit, eines ſo unbeſcholtenen Lebens und ſo muſterhafter Frömmigkeit geſtan⸗ den hatte. In Wahrheit, es grenzt an Wahn⸗ ſinn!— Das habe ich gleich geſagt, entgegnete die junge Herzogin. Sicher iſt in dieſer Heirath oder vielmehr, wie Mutter ſagt, in dieſer unge⸗ heuerlichen Begattung Etwas, welches das Ganze für null und nichtig erklären läßt.— Ach! mein Gott ja! früher wäre es ſo geweſen, ſagte Ritter Saint⸗Merry, denn damals hielt man noch et⸗ was auf Ehre und Unbeſcholtenheit der Familien; ſeit der ſchauderhaften Revolution aber.. dann wandte ſich der Ritter mit emporgehobenen Schultern an den Fürſten und ſagte ſeufzend: Ach! mein guter Hektor!. ſag an.. in welchen Zeiten leben wir! Mein lieber Adhe⸗ mar, entgegnete Herr von Morſenne, du weißt, wie ich es längſt in der Pairskammer ausgeſpro⸗ chen habe; die Revolution beſchränkt ſich nicht auf die Politik; ſie hat ſich in die Sitten und in die Familie eingedrängt; ſie erſchüttert die Geſell⸗ ſchaft in ihren Grundfeſten! Jeder Tag bringt ſeine Unwürdigkeit, und dieſe Unwürdigkeiten,
welche uns entrüſten, werden jetzt mit einer er⸗ ſchreckenden Kaltblütigkeit begangen. Es iſt die
überlegte So iſt dieſe unwürdige


