Betſchweſtern ausgeſucht und aufgedrungen wor⸗ den iſt, buͤßten gar oft durch bittere Thränen die truͤgeriſche Gunſt, ſo in dieſe heuchleriſchen falſchen Kreiſe aufgenommen worden zu ſein, in denen ſie fremd und ohne Stuͤtze waren, und die ſie zu Bo⸗ den druͤckten, wenn ſie ſich uͤber die Ehe zu bekla⸗ gen wagten, zu welcher ſie verurtheilt worden waren.
In dem Salon der Fuͤrſtin von St. Dizier wurden Praͤfecten, Oberſten, Generaleinnehmer, De⸗ putirte, Mitglieder der Academie, Biſchoͤfe und Pairs von Frankreich gemacht, von denen man fuͤr die allmaͤchtige Unterſtuͤtzung, die man ihnen 98 währte, nichts verlangte, als daß ſie äußerlich Fröm⸗ migkeit zur Schau trugen, einigemale öffentlich zum Abendmahle gingen, allem Gottloſen und Revolu⸗ tionaren einen unerbittlichen Krieg ſchwuͤren und vor allen Dingen im Vertrauen uber verſchig⸗ dene Gegenſtaͤnde ſeiner Wahl mit dem Abbé von Aigrigny correſpondirten, was obendrein eine ſehr angenehme Unterhaltung war, denn der Abbé war der liebenswuͤrbigſte, der geiſtreichſte und haupt⸗ ſaͤchlich der gefalligſte Weltmann.
In Bezug darauf koͤnnen wir eine hiſtoriſche Thatſache mittheilen, welche leider der bittern, rä⸗ chenden Ironie Molières oder Pascals entgan⸗ gen iſt.
Es war im letzten Jahre der Reſtauration. Einer der hohen Wuͤrdenträger des Hofes, ein un⸗ abhängiger, chargkterfeſter Mann, ging nicht zum
Der ewige Iude. VI. 7
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