Teil eines Werkes 
177. Theil, Der ewige Jude : 6. Bändchen (1844) Le juif errant
Entstehung
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„Straße zu wohnen! Das iſt wenigſtens ein Name,

„der einen guten Klang fuͤr einen Orientalen hat),— „Sie bringen, ſage ich, den lieben Prinzen hierher, „der das Gluͤck gehabt hat, in dem Lande der Blu⸗ „men, der Diamanten und der Sonne geboren zu „werden.

„Hauptſaͤchlich werden Sie die Gefälligkeit ha⸗ „ben, mein guter alter Freund, ſich uͤber dieſen „neuen Einfall nicht zu wundern, und vor allen „Dingen nicht etwa abſonderliche Vermuthungen „anzuſtellen.. Im Ernſt, ſchon der Umſtand, daß „ich in dieſem Falle Sie erwähle, Sie, den ich liebe, „den ich auftichtig ehre, ſagt Ihnen deutlich genug, „daß darin mehr liegt als eine ſcheinbare Thorheit..“

Der Ton Adriennes war, als ſie dieſe letzten

Worte dictirte, ſo ernſt und ſo wuͤrdevoll, als er bis

dahin heiter und ſcherzhaft geweſen war. Bald aber fuhr ſie wieder luſtiger fort: „Leben Sie wohl, alter Freund; ich bin einiger⸗ „maßen wie jener Feldherr aus der alten Zeit, deſſen „heldenmuͤthige Naſe und eroberndes Kinn Sie mich „ſo oft haben abzeichnen laſſen, ich ſcherze mit der „groͤßten Geiſtesfreiheit im Augenblicke der Schlacht; „ja, denn binnen einer Stunde liefere ich eine „Schlacht, eine große Schlacht gegen— meine liebe „Betſchweſter von Tante. Zum Gluͤcke fehlt es

„mir nicht an Kuͤhnheit und Muth, und ich brenne 7 „vor Ungeduld, den Kampf mit der ſtrengen Fuͤrſtin

„zu beginnen.