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„Ich bin gewiß,“ fuhr Gabriel erroͤthend fort, „durch meine Sinne getaͤuſcht worden;z in dem Augen⸗ blicke, als ich ergeben den Tod erwartete, iſt mein geſchwächter Geiſt ſicherlich durch den Schein irre⸗ geleitet worden, und was mir jetzt noch unerklaͤrlich erſcheint, wird mir vielleicht ſpaͤter enthuͤllt werden; ich hätte freilich ermitteln ſollen, wer das geheim⸗ nißvolle Weib war.“
Dagobert ſaß, als er den Miſſionair ſo reden hoͤrte, wie verſteinert da, denn auch er ſuchte ſich vergebens die unerwartete Hilfe zu erklaren, die ihn und die Waiſen aus dem Gefaͤngniſſe in Leipzig gefuͤhrt hatte.
„Welches Weib?“ fragte der Schmied den Miſ⸗ ſionair.
„Die mich gerettet hat.“
„Eine Frau hat Dich aus den Haͤnden der Wilden befreit?“ fragte Dagobert.
„Ja!“ antwortete Gabriel, der ſich ganz in dieſe Erinnerungen verſenkte,„eine junge, ſchoͤne Frau.“
„Und wer war ſie?“ fragte Dagobert.
„Das weiß ich nicht. Als ich ſie fragte, ant⸗ wortete ſie: ich bin die Schweſter der Be⸗ truͤbten.“
„Und woher kam ſie? Wohin ging ſie?“ fragte Dagobert, deſſen Neugierde hochgeſpannt war.
„Ich gehe dahin, wo man leidet, ant⸗ wortete ſie mir,“ entgegnete der Miſſionair,„und ſie ſetzte ihre Wanderung fort nach dem Norden


