Sechstes Kapitel. Der Morgen.
Das Wetter, das einen Theil der Nacht hin⸗ durch feucht und nebelig geweſen, war gegen Mor⸗ gen hell und kalt geworden. Durch das kleine Schiebefenſter, welches das Dachſtubchen erhellte, in welchem Agricol mit ſeinem Vater geſchlafen hatte, erblickte man einen Streifen blauen Him⸗ mels.
Das Stuͤbchen des Schmieds ſah ſo ärmlich aus wie das Hoͤckchens. Statt aller Verzierung bemerkte man uͤber dem Tiſchchen von weichem Holze, auf welchem Agricol ſeine Lieder ſchrieb, an der Wand das Portrait Börangers, des unſterbli⸗ chen Dichters, den das Volk liebt und verehrt, weil dieſer ſeltene und vortreffliche geniale Mann das Volk geliebt und aufgeklärt, und den Ruhm, wie das Ungluͤck des Volkes beſungen hat.
Obgleich der Tag kaum zu grauen begann, wa⸗
ren Dagobert und Agricol bereits aufgeſtanden. Der ewige Jude. VI. 1


