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iſt ſie Alles, denn ſie erhäͤlt den Deinigen das Leben.“
„Du haſt Recht, gutes Hoͤckchen,“ ſagte Agri⸗ col traurig und verſtimmt;„es iſt doch vielleicht beſſer, ich thue dieſen Schritt. Wenn die junge Dame mir dieſe Gefalligkeit erzeigt und eine Cau⸗ tion mir die Haft erſpart, ſo bin ich auf Alles vor⸗ bereitet. Aber nein, nein,“ ſetzte der Schmied hinzu, waͤhrend er aufſtand,„ich werde den Muth nicht haben, mich an die Dame zu wenden. Und welches Recht haͤtte ich dazu? Was iſt die kleine Gefaͤlligkeit, die ich ihr geleiſtet habe, gegen das, was ich von ihr verlange?“
„Glaubſt Du denn, Agricol, ein edeles Herz meſſe die Dienſte, die es leiſten kann, nach denen, die es ſelbſt erhalten hat? Vertraue mir in Her⸗ zensangelegenheiten; ich bin nur ein armes Weſen, das ſich mit Niemandem vergleichen darf, ich bin nichts und vermag nichts, und doch weiß ich, Agri⸗ col, doch weiß ich, daß jene Dame, die ſo hoch uͤber mir ſteht, in dieſem Falle eben ſo fuͤhlen wird, wie ich fuͤhle; ſie wird wie ich das Grauſame Deiner Lage einſehen und mit Freuden, mit Dank das thun, was ich thun wuͤrde, wenn ich etwas Anderes thun koͤnnte, als mich nutzlos aufzu⸗ opfern.“
Hoͤckchen ſprach dieſe letzten Worte unwillkuͤhr⸗ lich mit einem ſo ſchneidenden Ausdrucke; es lag in der Art, wie die Ungluͤckliche, Unbekannte und


