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„Noch einmal, armes Kind, mein Lied von
den Arbeitern iſt ſchon ſeit zwei Monaten ge⸗
druckt; es iſt gar nicht politiſch und man wuͤrde nicht ſo lange gewartet haben, wenn man es ver— folgen wollte.“
„Bedenke aber doch, daß die Umſtände ſich geaͤndert haben. Das Complot in der Straße Prouvaires iſt kaum ſeit zwei Tagen entdeckt, und wenn Dein Lied, das man vielleicht bis jetzt gar nicht kannte, bei Leuten gefunden wurde, die wegen einer Verſchwoͤrung eingezogen worden ſind, ſo iſt es wohl leicht moͤglich, daß Du auch Unannehm⸗ lichkeiten haben koͤnnteſt.“
„Ich Unannehmlichkeiten haben wegen eines Gedichtes, in dem ich die Liebe zur Arbeit und die Menſchenliebe preiſe? Die Juſtiz muͤßte ja ganz blind ſein.“
„Agricol,“ erwiederte das Maͤdchen, das ganz untröſtlich daruͤber war, daß der Schmied in einem ſolchen Augenblicke lachen konnte,„ich beſchwoͤre Dich, hoͤre mich an.. Du predigeſt in Deinen Verſen allerdings die heilige Arbeitsliebe, aber Du beklagſt auch ſchmerzlich das ungerechte Loos der armen Arbeiter, die hoffnungslos allem Elende des Lebens preisgegeben ſind; Du predigeſt die Bruderliebe, aber Dein gutes, edeles Herz emport ſich auch ge⸗ gen die ſelbſtſuͤchtigen und böswilligen Menſchen; Du ſuchſt endlich mit allem Eifer die Freilaſſung der Arbeiter zu beſchleunigen, die nicht ſo glucklich


