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Eine Secunde lang ſtanden Alle ſchweigend und unbeweglich da.
Agricol kaͤmpfte in einem Gefuͤhle der Ehr⸗ furcht mit Muͤhe das ungeſtuͤme Aufflammen ſeiner Zaͤrtlichkeit nieder und wagte es nicht, ſich an den Hals Dagoberts zu haͤngen; er wartete mit kaum ertraͤglicher Ungeduld, daß ſeine Mutter ihr Gebet vollende.
Der Soldat fuͤhlte daſſelbe wie der Schmied; Beide verſtanden einander; der erſte Blick, den Va⸗ ter und Sohn tauſchten, druckte ihre Zartlichkeit und ihre Verehrung fuͤr die vortreffliche Frau aus, die in ihrer Froͤmmigkeit das Geſchoͤpf faſt zu ſehr uͤber dem Schöpfer vergaß.
Roſa und Bianca betrachteten bewegt und mit inniger Theilnahme dieſe kniende Frau, waͤhrend Hoͤckchen, die im Stillen Freudenthränen vergoß, weil ſie ſich vorſtellte, wie glucklich Agricol ſein muͤſſe, ſich in die dunkelſte Ecke des Stuͤbchens zuruͤckzog, da ſie fuhlte, daß ſie als Fremde bei dieſer Wiedervereinigung der Familie natuͤrlich ver⸗ geſſen und uͤberſehen werden muͤſſe.
Franzisca ſtand auf und ging ihrem Manne entgegen, der ſie in ſeine Arme nahm.
Es folgte eine feierliche Stille.
Dagobert und Franzisca ſprachen kein Wort; man hoͤrte nur einige von Schluchzen und freudi⸗ gem Aufathmen unterbrochene Seufzer. Als ſo⸗ dann die beiden Alten den Kopf wieder emporrich⸗


