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Die Augen Franziscas waren ſo ſchwach, daß ſie die Veraͤnderung in dem Geſichte ihres Sohnes nicht ſogleich bemerkte.
„Nun, mein Sohn, was iſt es?“ fragte ſie ihn.
Ehe der Schmied antworten konnte, rief das heller ſehende Hoͤckchen aus:
„Ach Gott, Agricol, was iſt es? Wie blaß Du biſt!“
„Mutter!“ ſprach der Handwerker endlich mit bewegter Stimme, indem er raſch auf Franzisca zuging, ohne auf die Frage des Maͤdchens zu ant⸗ worten,„Mutter, Du mußt etwas erwarten, was Dich in großes Erſtaunen verſetzen wird.. Ver⸗ ſprich mir, gefaßt zu ſein.“
„Was meinſt Du? Wie Du zitterſt! Sieh mich doch an! Hoͤckchen hat Recht, Du biſt ganz blaß.“
„Gute Mutter..“ und Agricol kniete vor Franzisca nieder und nahm ihre beiden Haͤnde in die ſeinigen,„Du mußt,.. Du weißt nicht,.. aber..
Er konnte nicht weiter ſprechen; Freudenthraͤnen
erſtickten ſeine Stimme.
„Du weinſt, lieber Sohn? Mein Gott, was giebt es? Du erſchreckſt mich.“.
„Erſchrecken? Nein, im Gegentheil,“ ſprach Agricol, indem er ſeine Thränen trocknete,„Du wirſt ſehr gluͤcklich ſein.. Aber noch einmal, ge⸗ faßt mußt Du ſein, weil zu große Freude eben ſo nachtheilig iſt als großer Kummer.“


