Teil eines Werkes 
176. Theil, Der ewige Jude : 5. Bändchen (1844) Le juif errant
Entstehung
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„Das waͤre Schade, Muͤtterchen, denn— ach! es riecht ſo gut! Laß ſehen, was haſt Du denn?“

„Nein, nein.— So warte doch.“

„Gewiß Kartoffeln mit Speck, die ich ſo gern eſſe.“

„Zum Sonnabend, nicht wahr?“ entgegnete die Mutter im Tone ſanften Vorwurfs.

„Du haſt Recht,“ ſagte Agricol, indem er mit Hoͤckchen ſchelmiſch lachte..„Aber bei dem Sonn⸗ abend faͤllt mir ein, Mutterchen,. Da iſt mein Loh

„Ich danke, mein Sohn, lege es in den Schrank.“

„Ja, Mutter.“

„Ach, mein Gott!“ rief ploͤtzlich die Näherin aus, als Agricol ſein Geld in den Schrank legen wollte,„was fuͤr eine ſchoͤne Blume Du da haſt, Agricol! So eine habe ich noch nie geſehen. Und im Winter? Sehen Sie doch, Madame!“

„He, Mutterchen?“ fiel Agricol ein, der zu ſeiner Mutter trat, um ihr die Blume in der Nähe zu zeigen.„Sieh' einmal, bewundere und beſon⸗ ders rieche! Es kann unmoͤglich einen liebliche⸗ ren und angenehmern Geruch geben,— wie Va⸗ nille und Orangenbluͤte zuſammen.“*)

„Du haſt Recht, mein Sohn.. Gott, wie

Die prachtvolle Blume von crinum amabile, einer Haken⸗

lilie, die aus Oſtindien ſtammt und eine der größten Zierden der Treib⸗ häuſer iſt.