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thret, kann es nicht in Stuben fuͤr Maͤnner und in Stuben fuͤr Frauenzimmer theilen.
Wenn eine Arbeiterin ſich eine eigene Woh⸗ nung mit eigenen Moͤbeln nehmen will, ſo muß ſie, wie aͤrmlich auch die Einrichtung ſein mag, wenigſtens 30 bis 40 Francs baar aufwenden. Wie aber ſoll ſie 30 bis 40 Fran baar von einem Wochenverdienſt von 4 bis 5 Francs vor⸗ wegnehmen, der kaum hinreicht, ſie zu bekleiden und ſie vor dem Hungertode zu ſchüten?
Nein, nein, die Ungluͤckliche muß ſich in das widerwaͤrtige Zuſammenwohnen fuͤgen. Allmaͤlig ſtumpft nothwendig das Schamgefuͤhl bei ihr ab; das Gefuͤhl der natuͤrlichen Keuſchheit, welches ſie bis dahin vor der Verfuͤhrung ſchutzte, wird ſchwaͤ⸗ cher; ſie ſieht in dem Laſter nur noch ein Mittel, ihr unerträgliches Schickſal ein wenig zu verbeſſern, — ſie giebt nach— und der Actienſpeculant und Bankier, der ſeinen Toͤchtern eine Gouvernante ge⸗ ben kann, ſchreit uͤber die Sittenloſigkeit, uͤber die Verdorbenheit der Kinder aus dem Volke! Und das Leben dieſer Arbeiterinnen iſt, wie pein⸗ lich es auch ſein mag, im Verhaͤltniß 8. immer ein gluͤckliches.
Wenn einen Tag, wenn zwei Tagen die Ar⸗ beit mangelt? Wenn Krankheit eintritt? Krankheit, faſt immer die Folge der unzureichenden und un⸗ geſunden Nahrung, des Mangels an Luft, an
Pflege, an Ruhe,— Krankheit, die oft ſo wrin 8


