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33— ſparſam war, daß ſie ſich faſt das Nothwendige verſagte, war, ſeit ſie taͤglich und eifrig die Kirche beſuchte, gegen die Sacriſtei wahrhaft verſchwende⸗ riſch freigebig geworden.
Es verging faſt kein Tag, an welchem ſie nicht eine oder zwei Meſſen leſen und Kerzen verbrennen ließ, theils fuͤr Dagobert, von dem ſie ſeit ſo lan⸗ ger Zeit getrennt war, theils fur das Seelenheil ihres Sohnes, der, ihrer Meinung nach, auf dem geraden Wege zum Verderben war. Agricol beſaß ein ſo gutes, edeles Herz; er liebte und verehrte ſeine Mutter ſo ſehr, und das Gefuͤhl, das dieſe einfloͤßte, war uͤberdies ſo ruhrend, daß er ſich nie⸗ mals daruͤber beklagt hatte, daß ein großer Theil ſeines Verdienſtes, den er jeden Sonnabend gewiſ⸗ ſenhaft ſeiner Mutter uͤbergab, ſo in frommen Werken aufgezehrt wurde.
Nur bisweilen hatte er der Mutter, aber eben ſo ehrerbietig als liebevoll, bemerklich gemacht, wie es ihm leid thue, ſie Entbehrungen ertragen zu ſehen, die ihres Alters und ihres Geſundheitszu⸗ ſtandes wegen doppelt nachtheilig waͤren, und zwar blos weil ſie ihre kleinen frommen Ausgaben vor⸗ zugsweiſe beſtreiten wolle.
Was aber ſollte er der vortrefflichen Mutter antworten, wenn ſie mit Thraͤnen in den Augen zu ihm ſagte:
„Mein Kind, es geſchieht wegen Deines und Deines Vaters Heiles..“


