ſich mit einem leichten Rothe und ihr jungfraͤulicher Buſen hob ſich ſanft unter dem ſchwarzen Kleide.. „Du haſt Recht; wir wollen ihn bitten.“
„Ach, Schweſter, wie unſer Herz klopft!“ ſprach Bianca, die mit Recht nicht zweifelte, daß Roſa gerade ſo empfinde, wie ſie ſelbſt empfand; „und wie wohl dieſes Klopfen thut! Als wenn uns etwas Gluͤckliches bevorſtaͤnde.“
Die beiden Schweſtern traten auf den Fuß⸗ ſpitzen naͤher an den Stuhl und knieten dann mit gefaltenen Haͤnden, die eine rechts, die andere links von dem jungen Prieſter nieder.
Es war ein reizendes Bild.
Dann erhoben ſie ihre lieblichen Geſichter zu Gabriel und ſprachen leiſe, ganz leiſe mit einer Stimme, die ſo lieb und friſch war, wie ihre funf⸗ zehnjaͤhrigen Geſichter:
„Gabriel! Erzähle uns von unſerer Mutter!“
Der Miſſionair machte auf dieſen Ruf eine leichte Bewegung, ſchlug die Augen halb auf und war in dem Zuſtande der Schlaftrunkenheit, wel⸗ cher dem voͤlligen Erwachen vorhergeht, und wo er ſich von dem, was er ſah, kaum Rechenſchaft geben konnte, entzuckt uͤber die Erſcheinung jener beiden lieblichen Geſtalten, die ſich zu ihm wendeten und ihn leiſe riefen.
„Wer ruft mich?“ fragte er endlich, voͤllig wach, indem er den Kopf emporrichtete.
„Wir ſind es, Bianca und Roſa,“
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