ſechszehn Jahren,.. Kinder.., aber ſie ſind ſo hubſch!“
„Die armen Kleinen!“ ſagte Rodin ſalbungs⸗ voll.
„Auch der Mann, dem ſie das Leben verdan⸗ ken, iſt bei ihnen.. Er iſt ein Held, das muß man ſagen.“
„Ein Held?“
„Ja, denke Dir..
„Erzähle es mir ſpäter und ziehe jetzt den Schlaf⸗ rock an, denn Du biſt ganz durchnäßt, und trinke etwas von dem Gluͤhwein da.“ ⸗
„Das ſchlage ich nicht ab, denn ich bin halb⸗ erfroren... Der Mann, ſagte ich, der die beiden Maädchen gerettet hat, iſt ein Held; der Muth, den er zeigte, uͤbertrifft alle Begriffe.. Wir gingen von hier fort, ſtiegen den ſchmalen ſteilen Fußweg hinunter und kamen am Fuße der Felſen an bei der kleinen Mowenbucht, die gluͤcklicherweiſe durch fuͤnf oder ſechs ziemlich weit ins Meer hinaus⸗ ragende Felſenbloͤcke vor den Wellen etwas geſchutzt iſt.. Was fanden wir an der Bucht? Die er⸗ wähnten beiden Maͤdchen in Ohnmacht. Ihre Fuͤße wurden von dem Waſſer beſpuͤlt, aber ſie waren an einen Felſen gelehnt, als waͤren ſie da⸗ hin gelegt worden.“
„Die lieben Kinder! Das Herz blutet Einem, wenn man daran denkt,“ ſagte Rodin, indem er nnach ſeiner Gewohnheit die Spitze ſeines linken


