wieder verſchwinden, daß man ſie nur im Scheine eines Blitzes geſehen zu haben glaubt.
So ſtand, als der von den Wogen hochgeho⸗ bene Dreimaſter auf den„Wilhelm Tell“ herab⸗ ſturzen wollte, der Juͤngling mit dem Engelsgeſichte und den langen blonden Locken auf dem Vorder⸗ theile in der Abſicht, in das Meer zu ſpringen, um wo moͤglich einen Ungluͤcklichen zu retten.
Da erblickte er mit einemmale auf dem Dampf⸗ ſchiffe, auf das er von dem Wellenberge hinunter⸗ ſah, die beiden Madchen, welche betend die Arme zum Himmel emporſtreckten.
Sie ſchienen ihn zu erkennen und betrachteten ihn mit Bey erung, mit frommer Anbetung.
Eine Secunde lang begegneten einander die Blicke dieſer drei Weſen trotz dem Toben des Stur⸗ mes, trotz der Naͤhe des Schiffbruches.
Aus den Zuͤgen des Juͤnglings ſprach tiefes inniges Mitleiden, denn die beiden Mädchen be⸗ teten mit gefalteten Haͤnden zu ihm wie zu einem erwarteten Retter. 5
Der lange alte Mann war durch den Einſturz
der Vorderwand umgeworfen worden und lag auf
dem Deck.
Bald verſchwand Alles.
Eine entſetzliche Waſſermaſſe ſchleuderte unter einer Wolke ziſchenden Schaumes den„Schwarzen Adler“ mit Ungeſtuͤm auf den„Wilhelm Tell“. Mit dem furchtbaren Gekrache der beiden Holz⸗


