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Zweites Kapitel. Der Sturm.
Das Meer iſt fuͤrchterlich.
Ungeheuere dunkelgruͤne, von weißem Schaum gefleckte Wogen heben und ſenken ſich an dem brei⸗ ten rothen Lichtſaume, der ſich an dem Horizonte hinzieht.
Oben thuͤrmen ſich ſchwere kohlſchwarze Wol⸗ kenmaſſen auf und leichtere roͤthlichgraue Wolkchen jagen, vom Winde gepeitſcht, an dieſem grauenvol⸗ len Himmel hin.
Die bleiche Winterſonne, die einige ſchiefe Strah⸗ len auf das tobende Meer wirft, ehe ſie unter den großen Wolken verſchwindet, hinter denen ſie lang⸗ ſam hinaufſteigt, vergoldet hier und da die durch⸗ ſcheinenden Spitzen der hoͤchſten Wellen.
Ein ſchneeweißer Schaumguͤrtel kocht und ſpritzt und wirbelt unabſehbar weit an den Klippen, von denen die rauhe und gefaͤhrliche Kuͤſte ſtarrt.
In der Ferne, auf einem Felſenvorgebirge, das ziemlich weit in das Meer hinausragt, erhebt ſich das Schloß Cardoville, deſſen Fenſter in dem Son⸗ nenſtrahle„wie brennende Spiegel“ erſcheinen und deſſen Mauern von Backſteinen, deſſen ſpitze Schie⸗ ferdaͤcher unter dem dunſterfullten Himmel empor⸗ ragen.
Ein großes Schiff, an dem man nur noch


