Teil eines Werkes 
175. Theil, Der ewige Jude : 4. Bändchen (1844) Le juif errant
Entstehung
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„Eigentlich ſollte ihn Fraͤulein Adrienne ſchicken, da ſeit dem Tode des ſeligen Herzogs von Cardo⸗ ville, ihres Vaters, ihr die Beſitzung gehoͤrt.“

„Ja, aber die Fuͤrſtin iſt ihre Tante; ihr Ge⸗ ſchaͤftsfuͤhrer beſorgt auch die Angelegenheiten des Fraͤulein Adrienne und es bleibt ſich alſo gleich, ob ſie oder die Fuͤrſtin ſchickt.“

„Vielleicht will Herr Rodin das Gut kaufen.. Der dicken Dame aus Paris, die vor acht Tagen da war, um ſich das Schloß zu beſehen, ſchien es ſehr zu gefallen.“

Der Verwalter lachte bei dieſen Worten.

„Was haſt Du denn da zu lachen, Dupont?“ fragte ihn ſeine Frau, die ein ſehr gutes Herz hatte, aber ſich nicht ben durch großen Scharfſinn auszeichnete.

„Ich lache,“ antwortete Dupont,„weil ich an das Geſicht und die Figur jener dicken, jener un⸗ geheuern Frau denke. Wie in aller Welt kann man Sainte Colombe heißen, wenn man ſo ausſieht. Du mein Gott! Was fuͤr eine Heilige Guinle)! und was fuͤr ein Taͤubchen(colombe)! Sie iſt ja dick wie eine Tonne, ſpricht im Bierbaß und hat einen grauen Schnurbart wie ein alter Grenadier. Ich hoͤrte ſie, ohne daß ſie's merkte,

4.

zu ihrem Bedienten ſagen:„So komm doch, mein

Soͤhnchen!“ Und ſie heißt Sainte Colombe!“ „Wie ſonderbar Du biſt, Dupont! Man kennt