Dich rächen kannſt; laß Deinen Haß auf dieſe fallen..
„Du ſprichſt ſo von den Menſchen und biſt doch ſelbſt ein Menſch.“
„Ich und die, welche mir gleich, ſind mehr als Menſchen. Wir ſind fuͤr das uͤbrige Menſchen⸗ geſchlecht, was die kuͤhnen Jäger fuͤr die wilden Thiere ſind, die ſie in den Waͤldern aufſuchen. Willſt Du uns gleich ſein, mehr als ein Menſch? Willſt Du den Haß, der Dir am Herzen frißt nach dem, was man Dir gethan hat, ſicher, reichlich und ungeſtraft befriedigen?“
„Deine Worte werden immer dunkler; ich trage keinen Haß im Herzen,“ ſprach Dſchalma.„Wenn ein Feind meiner wuͤrdig iſt, ſo kaͤmpfe ich mit ihm, iſt er meiner nicht wuͤrdig, ſo verachte ich ihn.. So haſſe ich weder die Tapfern noch die Feigen.“
„Verrath!“ rief plötzlich der Neger aus, indem er mit einer raſchen Geberde nach der Thuͤre zeigte, denn Dſchalma und der Hindu hatten ſich in dem Geſpraͤche allmaͤlig von dem Eingange entfernt und befanden ſich jetzt in einer Ecke der Huͤtte.
Auf den Ruf des Negers ſchob Faringhea, den Dſchalma nicht bemerkt hatte, raſch die Matte, die ihn verbarg, bei Seite, zog ſeinen Dolch, ſprang auf wie ein Tiger und war mit einem Satze aus der Huͤtte hinaus. Als er eine Reihe von Sol⸗ daten vorſichtig herankommen ſah, verſetzte er einem


