verrathen. Die Verbannung erweitert unſer Ge⸗ biet. Bruder,“ ſagte er wie inſpirirt zu dem Hindu, „fuͤr Dich America,— fuͤr Dich Africa,“ ſagte er zu dem Neger,„und fuͤr mich, Bruͤder, Europa. Ueberall, wo Menſchen ſind, giebt es Henker und Opfer. Ueberall, wo Opfer ſind, giebt es haß⸗ erfuͤllte Herzen, und unſere Aufgabe iſt es, dieſen Haß mit allen Gluten der Rache zu entflammenz unſere Aufgabe iſt es, durch Liſt und Verlockung alle diejenigen, deren Eifer und Kuͤhnheit uns nuͤtzlich ſein koͤnnen, fuͤr uns, die Diener Bohwa⸗ nies, zu gewinnen. Unter uns und fuͤr uns wett⸗ eifern wir in Hingebung und Selbſtverleugnung und leihen einander Hilfe und Beiſtand. Alle die aber, die uns nicht angehoͤren, ſollen unſere Beute ſein, und wir wollen mitten unter Allen, gegen Alle und trotz Allen einzeln und allein ſtehen. Fuͤr uns darf es kein Vaterland und keine Familie ge⸗ ben. Unſere Familie ſind unſere Bruͤder, unſer Vaterland iſt— die Welt.“
Dieſe rohe Beredtſamkeit machte einen leb⸗ haften Eindruck auf den Neger und den Hindu, welche ſich gewohnlich durch Faringhea beſtimmen ließen, deſſen Verſtand dem ihrigen weit uͤberlegen war, ob ſie gleich Beide die ausgezeichnetſten Ober⸗ haͤupter dieſes blutigen Bundes waren.
„Ja, Du haſt Recht, Bruder,“ ſprach der Hindu, der die Begeiſterung Faringhea's theilte,„uns ge⸗ hoͤrt die Welt. Wir wollen ſelbſt hier, auf Java,


