Teil eines Werkes 
174. Theil, Der ewige Jude : 3. Bändchen (1844) Le juif errant
Entstehung
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gungslos an der Oberfläche des Waſſers, auf wel⸗ cher ein blendender Sonnenſtrahl ſpiegelte, und ſchienen ſich des Lichtes und der Wärme zu er⸗ freuen. Tauſend Inſecten, lebendige Edelſteine, mit Feuerflugeln flatterten, flogen und ſummten auf der durchſichtigen Flut, in welcher ſich in un⸗ geheurer Tiefe die bunten Farben der Blaͤtter und Bluten der Waſſerpflanzen am Ufer ſpiegelten.

Es iſt unmöglich, dieſe uͤppige, farben⸗, duft⸗ und ſonnenreiche Natur zu ſchildern, welche fuͤr den jugendlichen glanzenden Reiter, der in der Allee herkam, gleichſam als Rahmen diente.

Der Reiter war Dſchalma, der es nicht be⸗ merkt, daß der Wuͤrger ihm gewiſſe unvertilgbare Zeichen auf den linken Arm geätzt hatte.

Seine kraͤftige, feurige javaniſche Stute von mittlerer Groͤße war ſchwarz wie die Nacht; ein kleiner rother Teppich vertrat die Stelle des Sat⸗ tels. Um die unbandigen Sätze des Thieres zu maͤßigen, bediente ſich Dſchalma eines kleinen Stahl⸗ gebiſſes und der Zaum und die Zuͤgel von gefloch⸗ tener ſcharlachrother Seide waren leicht wie ein Faden.

Keiner jener bewundernswuͤrdigen Reiter, die man am Fries des Parthenon in ſo meiſterhafter Seulp⸗ tur erblickt, ſitzt anmuthiger und ſtolzer zu Pferde als dieſer junge Hindu, deſſen ſchönes von der un⸗ tergehenden Sonne beleuchtetes Geſicht von heiterem Gluͤcke ſtrahlt. Seine Nn Freudez

Der ewige Judbe. III.