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„Jetzt Kinder,“ ſagte er zu ihnen,—„die Thuͤren im Wirthshauſe ſind verſchloſſen— Muth!“ Er zeigte auf das Fenſter.„Wir muͤſſen dahinaus, oder wir werden verhaftet, in ein Gefaͤngniß ge⸗ ſperrt, ich hier, Ihr da, und mit unſerer Reiſe iſt's vorbei.“
„Verhaftet! In ein Gefängniß geſperrt!“ rief Roſa aus.
„Von Dir getrennt!“ ſetzte Bianca hinzu.
„Ja, meine armen Kinder! Man hat den Schimmel todt gemacht.. wir muͤſſen nun zu Fuße weiter und Leipzig zu erreichen ſuchen. Wenn Ihr mude ſeid, trage ich Euch abwechſelnd, und wenn ich unterwegs betteln ſollte, wir werden ankommen.. Aber eine Viertelſtunde gezoͤgert und Alles iſt ver⸗ loren. Auf, Kinder, vertraut mir! Zeigt, daß die Töchter des Generals Simon nicht feig ſind. und wir duͤrfen noch hoffen..“
Die beiden Schweſtern faßten einander an der Hand, als wollten ſie ſich gegen die Gefahr verei⸗ nigen.. Ihre lieblichen bleichen Geſichter druͤckten eine Entſchloſſenheit aus, welche in dem blinden Glauben an die treue Hingebung des Soldaten wurzelte.
„Sei ruhig, Dagobert,.. wir werden uns nicht fuͤrchten,“ ſagte Roſa mit feſter Stimme.
„Was geſchehen muß, werden wir thun,“ ſetzte Bianca mit nicht minder ſicherer Stimme hinzu.
„Das wußte ich,“ ſprach Dagobert,„gutes Blut
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