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Richter?“ fiel Dagobert noch beruhigter ein.„Sie waren da noch nicht ganz aus dem Schlafe erwacht und Ihre Gerechtigkeit ſah erſt mit einem Auge. „Das könnte wohl ſein, Herr Soldat,“ ant⸗ wortete der Richter laͤchelnd,„denn ich verſchwieg es Morok auch nicht, daß ich ihm Recht gäbe. Da ſagte er zu mir, und das war gewiß recht menſchenfreundlich: Da Sie meinen Gegner ver⸗ urtheilen, ſo will ich ſeine Lage nicht verſchlimmern und nichts weiter ſagen..“
„Gegen mich?“
„Jedenfalls; aber als edeler Feind ſchwieg er, da ich ihm ſagte, ich wuͤrde Sie wahrſcheinlich pro⸗ viſoriſch in eine derbe Entſchaͤdigung gegen ihn ver⸗ urtheilen.. Ich verſchweige es nicht, daß ich, ehe ich Ihre Groͤnde gehoͤrt hatte, von Ihnen eine Entſchädigung fur die Wunde des Propheten ver⸗ langen wollte.“
„Da ſehen Sie, Herr Richter, wie die ver⸗ ſtaͤndigſten und gerechteſten Menſchen getaͤuſcht werden koͤnnen,“ ſagte Dagobert, der wiederum den
Hofmann zu ſpielen anfing, dann eine ſchlaue
Miene anzunehmen ſuchte und hinzuſetzte:„aber ſie erkennen die Wahrheit und ſie laſſen ſich ſelbſt von einem Propheten nichts vorreden.“
Aus dieſem ſchlechten Wortſpiele, dem erſten und einzigen, deſſen ſich Dagobert jemals ſchuldig gemacht hatte, kann man ſeine ſchlimme Lage ab⸗ nehmen und erkennen, welche Anſtrengungen und


