erkannte, rief ſie aus:„Schweſter!“ und ſank in die Arme Bianca's.
Dieſe begann auch die Wirkung des Mittels zu fuͤhlen, das der Soldat angewendet hatte. Der Ausruf Roſa's weckte ſie völlig aus ihrer Erſtar⸗ rung, ſie theilte aber auch den Schrecken der Schweſter, ohne den Grund deſſelben zu kennen, und ſchmiegte ſich an ſie.
„Nun ſind ſie wieder zur Beſinnung gekom⸗ men, das iſt die Hauptſache,“ ſagte Dagobert. „Die thörichte Furcht wird ſich auch verlieren.“— In ſanfterem Tone ſetzte er ſodann hinzu: „Kinder, Muth! Es geht beſſer mit Euch,. ich bin da, ich, Dagobert.“
Die Madchen bewegten ſich raſch, wendeten ihre Geſichter, auf denen man noch die Spuren der Angſt bemerkte, nach dem Soldaten hin, ſtreck⸗ ten gleichzeitig die Arme nach ihm aus und riefen:
„Du biſt es, Dagobert,— ſo ſind wir ge⸗ rettet.“
„Ja, Kinder, ich bin es,“ antwortete der Ve⸗ teran, indem er die Haͤnde der Maädchen in die ſeinigen nahm und ſie freudig druckte;„habt Ihr
Euch in meiner Abweſenheit recht gefuͤrchtet?“ „Ach,— zum Sterben!“
„Wenn Du wuͤßteſt, ach Gott!— wenn Du „Warum habt Ihr die Lampe ausgeloſcht?“ „Wir haben es nicht gethan.“


