—
—
„Der arme Mann! Er hatte gewiß ein großes Leid.“
„Euere Mutter war ſeit einigen Minuten mi ihm eingeſchloſſen, als ſie mich rief, um mir zu ſagen, ſie habe gute Nachrichten von dem Generale erhalten. Die Thraͤnen rannen ihr uͤber das Ge⸗ ſicht und ſie hatte ein großes Packet Papiere vor ſich, eine Art Tagebuch, das Euer Vatek ihr faſt jeden Abend geſchrieben hatte, um ſich ſelbſt zu troͤſten. Da er nicht ſelbſt mit ihr reden konnte, ſo ſagte er dem Papiere, was er ihr geſagt haben wuͤrde..“
„Wo ſind dieſe Papiere?“
„Da in meinem Torniſter bei meinem Kreuz
und unſerem Beutel. Eines Tages werde ich ſie
Euch geben.. Jetzt habe ich nur dieſe Blätter da genommen, die Ihr ſogleich leſen moͤget; Ihr wer⸗ det ſehen, warum.“
„War unſer Vater lange in Indien geweſen?“
„Nach dem Wenigen, was mir Euere Mutter erzaͤhlt hat, war der General in dieſes Land ge⸗ gangen, nachdem er ſich mit den Griechen gegen die Tuͤrken geſchlagen hatte, denn er nimmt gern die Partei der Schwachen gegen die Starken. In Indien ließ er ſeinen Zorn gegen die Englaͤnder aus, die unſere Gefangenen in den Pontons er⸗ mordet und den Kaiſer auf St. Helena gefoltert hatten. Es war das ein guter, ein— guter
3


