hoͤrte auch ein ſeltſames Raſcheln an der duͤnnen Bretterwand hin, welche das Stuͤbchen von der Treppe trennte.
Endlich wurde die Thuͤre durch einen ſchweren Koͤrper erſchuttert, der an ihr niederfiel.
Die Mädchen ſahen einander in unausſprech⸗ licher Angſt an und ſagten kein Wort.
Die Thuͤre wurde geoͤffnet.
Es war Dagobert und bei ſeinem Anblicke kußten einander Roſa und Bianca, als wenn ſie einer großen Gefahr entgangen wären.
„Was habt Ihr? Warum dieſe Angſt?“ fragte der Soldat erſtaunt.
„Ach, wenn Du wuͤßteſt!“ entgegnete Roſa mit zitternder Stimme, denn ihr Herz und das Herz ihrer Schweſter klopfte gewaltig.
„Wenn Du wuͤßteſt, was geſchehen iſt!— Dann erkannten wir Deinen Tritt nicht.. Er kam uns ſo ſchwer vor.. und dann das Geraͤuſch nebenan..“
„Ihr kleinen Haſenfuͤßchen, ich konnte freilich nicht mit funfzehnjaͤhrigen Beinen die Treppe her⸗ aufgehen, weil ich mein Bett auf dem Ruͤcken mit
heraufbrachte, d. h. einen Strohſack, den ich hinter
Euere Thuͤre geworfen habe, um da, wie gewoͤhn⸗ lich, zu ſchlafen.“
„Sind wir doch thoͤrichte Maͤdchen, Schweſter, daß wir nicht daran gedacht haben!“ ſagte Roſa, indem ſie Bianca anſah.
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