Teil eines Werkes 
172. Theil, Der ewige Jude : 1. Bändchen (1844) Le juif errant
Entstehung
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lichen Herzen erregte, ihren aufknospenden Buſen bewegte, die Roſenfarbe ihrer Wangen hoͤher röthete, und ihre großen ſanftblauen Augen mit einem träu⸗ meriſchen unruhigen Schmachten umſchleierte.

Roſa lag dieſen Abend am Rande des Bettes und hatte ihre beiden runden Arme hinter den Kopf gelegt, den ſie halb ihrer Schweſter zuwen⸗ dete, die den Arm auf die Kiſſen ſtuͤtzte, ſo die Schweſter laͤchelnd anſah und zu ihr ſagte:

Glaubſt Du, daß er dieſe Nacht kommt?

Ja, denn er hat es uns ja geſtern verſpro⸗ heh

Er iſt ſo gut und wird ſein Wort nicht brechen.

Findeſt Du in ſeinem Blicke nicht etwas?

Ja, etwas Aehnliches mit unſerer Mutter.

Nicht wahr?

Ja, es iſt mir gleich aufgefallen. Und wie ſanft ſeine Stimme iſt!

Und wie ſchoͤn er iſt mit den langen blonden Locken!

Und ſein Name, wie lieblich! Wie paßt er zu ſeinem Geſichte!

Und welch freundliches Laͤcheln! Wie ruͤhrend, weun er uns an der Hand faßt und mit ſeiner

ernſten liebevollen Stimme ſagt: Denket, gute

Kinder, daß er Euch eine Seele gegeben hat. Was man ſonſt draußen ſucht, werdet Ihr in Euch fin⸗ den, da Ihr nur ein Herz habt.

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