welchen die Buden mit„Sehenswuͤrdigkeiten“ auf Meſſen und Jahrmaͤrkten herausgeputzt zu werden pflegen, haͤngt an einem der Dachbalken, wahrſchein⸗ lich damit die Malerei nicht verdorben werde, wenn 5 es lange zuſammengerollt liegt.
Ueber dieſem Bilde lieſet man die Worte:
Die wahrhaftige und denkwürdige Bekeh⸗ rung des Ignaz Morok, genannt der Pro⸗ phet, zu Freiburg im Jahre 1828.
Das Bild mit Figuren über Lebensgroͤße, in gereller Farbe und barbariſchem Charakter, iſt in drei Felder getheilt, auf denen drei wichtige Abſchnitte in
dem Leben dieſes Bekehrten, genannt der Prophet,
dargeſtellt ſind.
Im erſten Felde ſieht man einen Mann mit blondem, faſt weißem Barte und grimmigem Ge⸗ ſicht. Er iſt in Rennthierfelle gekleidet, wie die wilden Volkerſchaften an der Kuͤſte Sibiriens und
trägt eine Muͤtze von ſchwarzem Fuchspelz mit einem Rabenkopfe oben darauf. Seine Zuͤge druͤcken 8 Angſt und Entſetzen aus; er flieht, gebuͤckt auf ſei⸗ nen Schlitten, der, von ſechs großen fahlen Hun⸗
den gezogen, auf dem Schnee hingleitet, vor einer
chaar von Füchſen, Woͤlfen und gewaltigen Bä⸗ ren, welche alle die Rachen mit den furchtbaren Zihnen aufſperren und im Stande zu ſein ſcheinen, den Menſchen, die Hunde und den Schlitten hun⸗ dertmal zu verſchlingen.
Ein Gemaͤlde auf Leinwand, gleich denen, mit
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