Teil eines Werkes 
75.-77. Theil (1841) Kardiki : Novelle / von Eugen Sue ; deutsch von L. v. Alvensleben
Entstehung
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in ſeiner Strafpredigt fort, in welcher er dem Tyrannen mit lauter vernehmlicher Stimme in Gegenwart einer zahlreich verſammelten Menge alle Verbrechen zum Vorwurf machte, mit denen er ſich beſudelt hatte, ſeine Irreligioſitaͤt und die Verach⸗ tung, die er allen beſſern Menſchen einfloͤßte. Ei⸗ nige Stellen ſeiner Rede waren wirklich ſehr ſchoͤn, wie z. B. die, wo er ſagte: Jeder Stein der zahl⸗ reichen Palaͤſte, die Du aufgefuͤhrt haſt, koͤnnte ganz mit dem unſchuldigen Blute gefäͤrbt werden, das Du vergoſſen haſt; koͤnnten die Seelen, die Du ihrem Koͤrper vor der Zeit entriſſeſt, dich umſchwe⸗ ben, ſo wuͤrde ihre Zahl groͤßer ſein, als die Worte, die Du an Gott richteſt, um ſeine Gnade zu erflehen; das Geld, das Du zu Geſchenken und Almoſen anwendeſt, iſt durch Gewaltthat und Ungerechtig⸗ keit erworben, und die Almoſen werden Dir nicht als verdienſtliche Werke angerechnet, ſondern nur als ſo viele Suͤnden mehr, da die, welche es em⸗ pfangen, ſuͤndigen, wovon Du die Urſache biſt. Der Weſir antwortete kein Wort, da er aber die Gewohnheit hatte, wenn ihn irgend etwas ver⸗ droß, den Kopf ſtolz zu erheben und die Blicke in die Hoͤhe zu richten, ließ die Rede des Derwiſches ihn dieſe Blicke machen; der Derwiſch aber be⸗ merkte dies, glaubte, es geſchehe aus Stolz und redete ihn mit folgenden Worten an: O, Ali, ſieh nicht immer nach oben, ſondern wirf die Blicke nach unten, von woher Du gekommen biſt, und