Teil eines Werkes 
75.-77. Theil (1841) Kardiki : Novelle / von Eugen Sue ; deutsch von L. v. Alvensleben
Entstehung
Einzelbild herunterladen

bei ſich trug, heraus, um ſie dem Detwiſch zu ge⸗ ben. Er bot ſie dieſem, indem er ſagte: Nimm einſtweilen dies, bete zu Gott fuͤr mich und komm' dieſen Abend wieder. Indem er ſo ſprach, ließ er ſein Pferd eine Bewegung machen, um weiter zu reiten, aber der Derwiſch wagte es, den Zuͤgel nahe am Gebiß anzugreifen, hielt es zuruͤck, indem er gebieteriſch verlangte, gleich gehoͤrt zu werden, und hinzufuͤgte, daß er von einem Kialir(Ungläubi⸗ gen) nichts annehmen wolle. Erſchreckt ſagte Ali, der die Zuruͤckweiſung ſeiner Geſchenke durch einen Derwiſch ſehr fuͤrchtete, daß ich ihn erwarte, und daß wir wegen einer ſehr wichtigen Angelegenheit, die keine Verzoͤgerung litte, an irgend einen Ort gehen muͤßten. Der Derwiſch entgegnete, ich könnte warten oder gehen, wie es mir gut duͤnken wuͤrde, ihn aber anzuhoͤren, muͤßte Ali ſich durchaus ent⸗

ſchließen. Der Weſir wendete ſich hierauf zu mir

und ſagte: Wir muͤſſen uns gedulden, Ibra⸗ him Effendi, es wird nicht lange dauern.

Es wird nicht lange dauern? unterbrach ihn

der Derwiſch, was weißt Du davon, alter Suͤn⸗ der? Und nun begann er eine Strafrede, die in der That lange genug waͤhrte; dabei hielt er ſtets den Zuͤgel vom Pferde des Weſirs, der ihm von Zeit zu Zeit ſeine goldgefuͤllte Hand hinhielt; jedes⸗ mal unterbrach dann der Derwiſch ſeine Rede, um das Gold mit den Worten zuruͤckzuweiſen: Ich will

es nicht, es iſt ſchlecht erworben. Dann fuhr er