Teil eines Werkes 
75.-77. Theil (1841) Kardiki : Novelle / von Eugen Sue ; deutsch von L. v. Alvensleben
Entstehung
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den Abſichten zu entziehen ſuchte, die ſie mit mir haben koͤnnte. Die Religion verbiete zwar, ſich an einen Ort zu begeben, den die Peſt verheert, aber ſie befehle auch zugleich, wenn man ſich in einer Stadt befinde, die von dieſer Geißel heimgeſucht iſt, dieſe nicht zu verlaſſen, und folglich fuge ich mich in den Willen Gottes.

Alle anweſenden Muſelmaͤnner und Ali ſelbſt prieſen meine Froͤmmigkeit, und er ſagte dann, es ſei auffallend, daß ich, ein geborner Franzoſe, die Peſt nicht ſcheue, da ſie alle ſie fuͤrchteten. Ich antwortete ihm, das ſei nicht Mangel an Muth, ſondern nur Mangel an Einſicht in die göttliche muſelmaͤnniſche Religion.

Du haſt Recht, ſagte der Weſir, denn der Ei⸗ ſenkopf Pouqueville, der nichts auf der Welt fuͤrch⸗ tete, nicht einmal meinen Zorn, hat eine ungeheure Furcht vor der Peſt. Wollte Gott, ich hätte das

Vergnuͤgen gehabt, ihn hier daran ſterben zu ſehen, mit allen Ruſſen und allen Feinden unſerer heiligen Religion.

Alle Anweſenden ſagten Amine(Amen), was die Mahomedaner nie unterlaſſen, wenn einer von ihnen Verwuͤnſchungen gegen die Chriſten aus⸗ ſpricht, oder Wuͤnſche fuͤr das Wohl des Islamis⸗ mus oder des Sultans.— Das Reſultat mei⸗ ner Audienz war, daß ich in Janina blieb, denn ich habe mich in der That nie vor der Peſt ge⸗ furchtet. Mein Entſchluß erwarb mir uͤbrigens