Sohn, als Bruder, als Gatte zu lieben ver⸗ ſtand.
Aber der Sohn Khamco's ſollte nie einen Freund unter den Maͤnnern haben. Alle die, welche ihr boͤſes Geſchick ihm in den Weg warf, wurden, fortgeriſſen durch den Wirbel der Verach⸗ tung, des Egoismus, der Tuͤcke und unverſoͤhnli⸗ chen Grauſamkeit, entweder Seiden, Werkzeuge, Sclaven, Betrogene oder Opfer ſeines eiſernen Willens; denn kein Mann konnte durch den mil⸗ dernden Einfluß einer großmuͤthigen Freundſchaft dieſe unbeugſame Seele zuͤgeln.
Für ſeine Mutter ſeine Schweſter und ſeine drei Frauen bewahrte Ali die Schätze der Zärtlich⸗ keit, die er in ſeinem Herzen barg.
Wenn Khamco, ſeine Mutter, ihn ſo ſehr liebte, kam es daher, daß die Worte: Steh mir bei, meine Mutter!— die einzigen waren, welche dieſer Menſch, der ſtets mit ſo entſetzlicher Jronie die Geſetze und göttüche wie menſchliche Strafe verſpottete, nie ohne Ruͤhrung und Ehrfurcht aus⸗ ſprach. Galt es, in einem Kampfe oder gegen Moörder ſein Leben zu vertheidigen, ſo wich Ali von Debelen, deſſen Löͤwenmuth vor nichts zitterte, nie zuruͤck; aber er, der ſich durch ſeine Verbrechen eine ſo entſetzliche Einſamkeit mitten unter Men⸗ ſchen begrundet hatte, empfand mitten in der Ge⸗ fahr das unuͤberwindliche Beduͤrfniß, durch dieſe für ihn heiligen Worte die Erinnerung an ſeine
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