dieſe Mordhand, welche ſo oft und wieder oft der
„faͤrbt mit Blut war der Fluß;— und gefaͤrbt „mit Blut war das Meer, in das der Fluß ſich „ergoß;— und gefärbt mit Blut war auch der „Himmel— und die ganze Welt!—“
Weshalb war Khamco ſo traurig, weshalb klagte ſie ſo? Erſchien ihr denn der Schatten Vely Beys, der vielleicht durch Gift fiel, jede Nacht? War es denn das Schrecken vor dieſer Viſion, wel⸗ ches ſie in ihrer Schlafloſigkeit nach Ali rufen ließ? Ali, ihr Sohn, ſo ſchoͤn, ſo jung, ſo kuͤhn, unbe⸗
ſiegt beim Wektrennen, im Tanz, im Ringen, Ali, ſtets gewiß, ſeinen Mann oder ſein Ziel zu treffen,
ſagte mit ſeiner ſanften, melodiſchen Stimme, wenn er ſein ſchweres Gewehr, mit Gold, Petlmutter und Korallen ausgelegt, gegen die Schulter ſtemmte, mit zartlichem Ausdruck:„Steh' mir bei, meine Mutter!“
Entſetzlicher Contraſt! Weshalb war dieſe Stimme, die nicht muͤde wurde, zum Gemetzel zu rufen, ſo harmoniſch rein und friſch!— Weshalb war dieſer Mund, der zu ſo vielen Miſſethaten lächeln ſollte, ſo bezaubernd und unwiderſtehlich? Weshalb waren ſeine blauen Augen, die ſich voll Gier an Auftritten des Gräuels weiden ſollten, ſo reizend und von ſo klarem Blau? Weshalb war
mit Blut gefaͤrbten Dolch in die Scheide ſenke ſollte, ſo weiß, ſo zart und ſo ſchoͤn?


