Teil eines Werkes 
75.-77. Theil (1841) Kardiki : Novelle / von Eugen Sue ; deutsch von L. v. Alvensleben
Entstehung
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Kaputzen von Schnee bedeckt waren. Dieſe Sol⸗ daten fuͤhrten ihre Pferde am Zuͤgel, indem ſie mit Muͤhe und Vorſicht das ſteile, ſchmutzige, glatte Defilé erſtiegen, das bei jedem Schritte durch Fels⸗ ſtuͤcke oder vom Sturm entwurzelte Baumſtaͤmme verſperrt wurde.

Unter dem kleinen Haufen blieb nur ein Mann beritten; er ſaß auf einem weißen Maulthiere, wel⸗ ches zwei Sclaven am Zuͤgel fuͤhrten, und zu dem die Anderen mit ehrfurchtsvollem und aͤngſtlichem Blicke zuruͤckſahen; ungeachtet der Unebenheit des Weges war der Tritt des Maulthieres doch ſo ſicher, daß es nicht ein einziges Mal ſtrauchelte.

Die Gueguen, fuͤr gewoͤhnlich ſo indisciplinirt, ſo heftig, ſo redſelig, bewahrten, obgleich ſie ſchon ſeit vier Stunden von Debelen aufgebrochen wa⸗ ren, das tiefſte Stillſchweigen und erlaubten ſich nicht eine einzige Klage uͤber das abſcheuliche Wet⸗ ter und den muͤhſeligen Weg.

Dieſe auffallende Veraͤnderung ihrer Gewohn⸗

heiten mußte ohne Zweifel dem Schrecken zuge⸗ ſchrieben werden, welchen dieſen eben ſo grauſamen als aberglaͤubiſchen Reitern die Anweſenheit des Bektadji's einfloͤßte, der, zugleich Prieſter, Wahr⸗ ſager und Zauberer, dieſe kleine Abtheilung von der Garde Khamco's, der Mutter Ali's, Paſchas von Janina, commandirte, welche eben jetzt, wie man ſagte, in dem Serail von Debelen, dem Ge⸗ burtsorte des Paſchas, ſterbend lag.