Teil eines Werkes 
71.-74. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 9.-12. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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Der Cardinal, das Geſicht mit beiden Haͤnden bedeckend, bleibt in duͤſteres, tiefes Schweigen verſunken.

Nach Verlauf einer viertelſtuͤndigen Betrach⸗ tung erhebt er ſich, druͤckt dem Grafen die Augen zu, und nachdem er lange Zeit dieſe Zuͤge, aus de⸗ nen noch Ruhe und Heiterkeit ſprechen, betrachtet hat, ſagt er mit langſamer und feierlicher Stimme: „Nach dem ſchaͤndlichen Leben dieſes Menſchen zu urtheilen wer ſollte es noch wagen, an dem logiſchen Daſein eines gerechten und wiedervergel⸗ tenden Gottes zu zweifeln eines Gottes, der in einem andern Leben die Boͤſen beſtraft! Wer ſollte es wagen, zu zweifeln, daß unſer Aufenthalt in dieſer Welt nur der Uebergang vom Nichts in die Ewigkeit ſei!“

Der Cardinal betrachtete noch lange den Leichnam des Grafen, dann wiederholte er noch einmal die Frage:

„Wer ſollte es wagen, daran zu zweifeln!!!“

Und mit dem herzzerreißenden Ausdrucke des Schmerzes und der Verzweiflung rief er:

c„ „Ich!!!