Teil eines Werkes 
71.-74. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 9.-12. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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(Der Doctor verheugt ſich und geht hinaus. Der Car⸗ dinal fährt mit Unwillen fort:)

„Er ſtirbt ohne Leiden! ohne Schrecken! und ſein ungluͤckliches Weib iſt geſtorben, das Herz ge⸗ brochen durch den Schmerz und die Verzweiflung, ihre Tochter allein in dieſer Welt zuruͤckzulaſſen!.. Er ſtirbt ohne Leiden und ohne Schrecken!! und zu dieſer Stunde liegt ſeine Tochter ſelbſt, die fuͤr ihn und durch ihn aufgeopfert wurde, von dem unheilbaren Kummer, ihre Mutter verloren zu ha⸗ ben, ſterbend darnieder... Er ſtirbt ohne Schrecken Gerechter Himmel!. Ei was! er ſollte alſo ohne Gewiſſensbiſſe, durch ſeinen grauſamen Egoismus zwei reine erhabene Weſen, die ſich fuͤr ihn aufgeopfert, gequält, getödtet zu haben, die Augen ſchließen! O! das iſt unmoͤglich! nein, nein! Es giebt auch eine Sendung der Gerechtigkeit und der Strenge, die man auf dieſer Erde zu erfuͤllen hat. Dieſer Menſch iſt ſeinem Ende nahe was liegt daran! kein Mitleid mit dieſem feigen, ſchaͤnd⸗ lichen Verbrecher, welcher der menſchlichen Gerech⸗ tigkeit entrinnt; fur dieſen Verbrecher, der verhaßter iſt, als der Moͤrder, welcher nur ein Mal todtet. Rache uͤber dieſen Menſchen! Er glaube wenigſtens,

daß fuͤrchterliche Strafe ihn erwarte, und eine ſchreckliche Todesangſt ſei ſeine Beſtrafung in die⸗ ſer Welt!. Rache fuͤr diejenigen, welche er aufgeopfert hat! Rache ohne Erbarmen; denn Mit⸗ leid wuͤrde ein Verbrechen ſein. Erbarmen mit ihm,