Teil eines Werkes 
71.-74. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 9.-12. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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mer dieſer unverſoͤhnliche Gedanke, welcher uns Schwindel verurſacht!. ewig dieſes ſo ver⸗ haͤngnißvolle, ſo verzweifelnde Warum.. „Auch glaubte ich ſpaͤter, als das hohe Alter herangeruͤckt war, daß Faſten und Entbehrungen die Grundſätze meines Daſeins in mir ſchwaͤchen wuͤrden, und daß, ohne mich ein zweites Mal des Verbrechens, nach meinem Leben zu ſtreben, ſchul⸗

dig zu machen, dieſes Leben ſich bald abnutzen

wuͤrde aber, nein nein meine Kette in dieſer Welt iſt zu feſt geſchmiedet, und meine Seele zerbricht vergebens an dieſer eiſernen Huͤlle, die ſie einkerkert, ihre Fluͤgel. Leider ja, denn ich beſitze Alles, was man braucht, um ſehr lange und ſehr lebhaft die tauſendfachen Wunden des mora⸗ liſchen Schmerzes zu erdulden und zu fuͤhlen, welcher zerreißt, welcher quaͤlt... aber nicht toͤdtet.

„Und doch hoffe ich unwillkuͤrlich, denn mein ganzes Leben hindurch bin ich jenen Ungluͤcklichen gleich geweſen, welche, indem ſie ſeit langer Zeit ein ungluckliches Daſein hinſchleppen, ſich bei jedem neuen Schlage des Ungluͤcks zurufen: Muth, die Widerwärtigkeit wird ermuͤden, und der morgende Himmel vielleicht lachend und rein ſein.. Ja, ich hoffe. denn kurz, ich habe die tiefe Ueber⸗ zeugung, viele Schmerzen erleichtert, viel Ungluͤck gemildert zu haben; und ich fuͤhle es wohl, dieſe Erinnerung iſt faſt eine Hoffnung..