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„Aber Clariſſa unterlag doch, Clariſſa wurde doch verfuͤhrt,“— rief der Graf.
„Und das iſt in Wahrheit ein glänzender Tri⸗ umph, Herr Graf, ein kuͤhner Kampf, in der That, ein edles Ringen! Von der einen Seite ein großer Herx, jung, reich, ohne Herz, abgefeimt, hartnaͤckig, wie alle gemeine Geiſter, beſchuͤtzt von der ſeinen Anſtrengungen Beifall zollenden Welt, von den Geſetzen, welche bei ſolchen Verbrechen ſchweigen; und von der andern Seite ein armes, junges Mäd⸗ chen, ohne Stuͤtze, ohne Erfahrung, verlaſſen, ver⸗ ſtoßen, verleumdet durch ihre Familie, verſpottet von der Welt, wenn ſie Widerſtand leiſtet, und ver⸗ dammt, wenn ſie unterliegt unerhoͤrter Sieg, teufliſches Lachen; der Damon triumphirt, wohlan, Satan, breite Deine gewaltigen Fluͤgel aus und kehre in den Schwefelpfuhl zuruͤck armer Satan, Neuling in der Sache, ungeſchickter Teu⸗ fel, der ſeinen Thron und ſein Feuermeer verlaſſen hat, um mit genauer Noth und durch Liſt und Gewalt das zu entreißen, was Clariſſa, wieder zu ſich gekommen, ihm fuͤr immer verweigert, was Clariſſa vielleicht einem ſo offenherzigen Kinde wie ſie, freiwillig geboten hatte in Wahr⸗ heit, Herr Graf, das Beiſpiel von einem aͤhnlichen Laſter iſt zu einfaͤltig, um gefäͤhrlich zu ſein.“
„Aber Lovelace war wenigſtens nicht feig bei
ſeinen Duellen!“— rief der Graf auf's aͤußerſte
gebracht.


