Teil eines Werkes 
71.-74. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 9.-12. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 26—

turtrieb, und das Boͤſe zum Beduͤrfniß geworden iſt; nicht unter jene geheimnißvollen Menſchen, welche furchtbaren Meteoren gleich auf der Erde hin ſchweben, und hinter ſich ein weit erſchallen⸗

des Rauſchen von Thraͤnen und Verwuͤnſchungen zuruͤcklaſſen.— Ol nein, Sie gehoͤren nicht zu

dieſen, Herr Graf,.. Ihre Sinne konnten Sie irre leiten, aber Ihr Herz blieb großmuͤthig und edel; und einſt, vielleicht bald, glauben Sie mir, werden Sie in einer von Gott geſegneten Verbin⸗ dung, in den Familienbanden, jenes dauernde und heitere Gluͤck finden, deſſen Sie ſo wuͤrdig, jenes ruhige Gluͤck, für welches Sie geſchaffen ſind, und welches Sie wuͤnſchen, ich bin es gewiß, ohne in dieſes Geſtandniß Ihrer ſchoͤnen Seele eingeweiht zu ſein.“

Daföͤr gehalten zu werden, als vereinigte er die ſchätzenswerthen und ſeltenen Erforderniſſe, welche den vortrefflichen Familienvater bedingen, das war noch weit ſchlimmer, als fur gefuhlvoll und gut zu gelten; das war mehr, als der Graf ertragen konnte. Er mußte es faſt fur Beleidi⸗ gung halten, und erwiederte mit einer Art von Verachtung und Aerger

„Sie uͤbertreiben Ihre Schilderungen furcht⸗ bar, Herr Abbé im Schlechten wie im Guten.“

„Der Herr Graf ſind zu beſcheiden; Sie ken⸗ nen ſich ſelbſt nicht; Sie haben den Leichtſinn Ih⸗ res Alters mit dem Triebe zur Schlechtigkeit und