Huͤlfsquellen gegen dieſen muͤßigen, einſchläͤfernden Zuſtand dar. Ungeachtet ſeiner ſtrengen und rau⸗ hen Freimuͤthigkeit, hätte die Unterhaltung des Schiffspredigers ohne Zweifel dem Grafen dieſe langen Stunden hinbringen helfen, allein ungluͤck⸗ licherweiſe hatte der Abbé einen entſchiedenen Ge⸗ ſchmack fuͤr die Stille und die Einſamkeit.
und doch fuhlte ſich der Graf zu dem Abbé durch jenen ſonderbaren Geiſt des Widerſpruches hingezogen, welcher bewirkt, daß man die Leute niemals mehr aufſucht, als wenn ſie uns zu flie⸗ hen oder zu verſchmähen ſcheinen. Und in der That war Heinrich, obgleich mit ſehr mittelmäßi⸗ gen Geiſteskraͤften begabt, die große Ueberlegenheit, welche den Schiffsprediger auszeichnete, nicht ent⸗ gangen, und man muß dem Bewufßtſein dieſer Be⸗ wunderung, von dem er ſich nicht Rechenſchaft ge⸗ ben konnte, den Aerger zuſchreiben, den er em⸗ pfand, wenn er die kalte und hoͤfliche Gleichgul⸗ tigkeit ſah, mit der dieſer ſonderbare Prieſter ihm bisweilen antwortete.
Da er ſich alſo eines Tages mehr als gewoͤhn⸗ lich langweilte, ließ der Graf auf Gerathewohl den Schiffsprediger bitten, zu ihm zu kommen.
Der Prieſter ſtellte ſich auf ſeinen Befehl ein; und Heinrich, wenig daran gewöhnt, ſeine Wuͤnſche zu verbergen oder ſich Zwang aufzulegen, ſprach zu ihm mit Entſchloſſenheit:


