Mondes auf den ſumpfigen Gewäſſern eines Sees ſchaukelt!
Der Dichter, ein barmherziger oder tyranniſcher Gott, bevölkert die Erde mit Schlachtopfern oder Henkern, guten oder boͤſen, anmuthigen oder abſto⸗ ßenden Weſen, ſtarken oder ſchwachen, deren uner⸗ bittliches Schickſal er dann wird, wenn er die Ei⸗ nen unterliegen, die Andern triumphiren läßt, Die⸗ ſen das Gluͤck, Jenen die Verzweiflung bereitet... nicht nach dem Verdienſt eines Jeden ſondern nach dem Einfluſſe, welcher auf ihn.. den ſterb⸗ lichen Gott, zuruͤckwirkt: etwa ſein Abendeſſen vom vergangenen Tage, ſeine Geliebte vom folgenden Morgen. die Geſundheit ſeines Lieblingspferds die Farbe einer Wolke. ein Traum eine Erinnerung. oder noch weniger⸗
Ach! ja... denn dieſe Dichtergötter ſind ver⸗ teufelt gebrechlich, und gleichen Zug fuͤr Zug den alten menſchlichen Gottheiten der Mythologie, dem fetten und geilen Jupiter, dem unverſchäm⸗ ten und filzigen Merkur, und ſo vielen andern die⸗ ſer Unſterblichen, welche, uͤberdruͤſſig-ihrer Goͤtter⸗ ſpeiſe, ſich langweilend zum Berſten in ihrem Ae⸗ ther, bisweilen demſelben entflohen, um zu lieben, zu ſcherzen und auf der Erde zu ſchmauſen— wie große Herren, welche Raupen gleich den Gri⸗ ſetten und Schenken anhaͤngen— und alſo den Thron der Vorſehung und der Wiedervergeltung zwiſchen dem Rauſche und der Liebe aufſchlugen.


