Teil eines Werkes 
67.-70. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 5.-8. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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„Ich bin der Lieutenant der Fregatte Sylphide,“ erwiederte Thomas bitter.

Auf dieſe Antwort ließ der Lakei ihn mit dem Doctor in einen ziemlich großen Saal eintreten, und verſicherte ihnen, der Herr Graf werde, obgleich er fuͤr den Augenblick beſchaͤftigt ſei, bald erſcheinen.

„Bei Gott, rief Thomas hoͤhniſch,„das iſt ja ſchlimmer, wie bei einem Miniſter!“

„Und dies ſind die, ſo des Volkes Schweiß trinken; als ob ſie nicht ſelbſt kommen und ihre Thuͤren offnen konnten,“ fuͤgte Gédeon ſtoiſch hinzu. „Aber ſehen Sie doch, Doctor,“ begann Tho⸗ mas wieder, und zeigte ſeinem Freunde ein Ameu⸗ blement von einem in der Provinz unerhoͤrten Reichthum,—„ſehen Sie doch, welche Pracht!— und dies Alles bloß, um vierzehn Tage oder drei Wochen in einem Hafen zu verleben. Das iſt wahrlich ſpaßhaft!“

„Erbaͤrmlich iſt's, entſetzlich,“ antwortete Gé⸗ deon,„und wenn man nun noch bedenkt, daß er da ſieben bis acht Lakeis, die Muſter des Muͤßig⸗ gangs, hat, und ſie, anſtatt aus ihnen Mitglieder der burgerlichen Geſellſchaft zu machen, ſo thoͤricht um nichts und wieder nichts fuͤttert. Ja, wenn ich Konig waͤre, ſo wurde ich alle Vornehme mei⸗ nes Reiches verpflichten, ihre Bedienten zu einer Profeſſion anzuhalten, ehrenwerthe Schloſſer, wuͤr⸗ dige Maurer, tugendſame Schuſter aus ihnen zu