Teil eines Werkes 
67.-70. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 5.-8. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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doppeltem Goldbeſatz auf den Aermeln, ſcharlachne Weſte, Hoſen und Struͤmpfe und goldne Schnallen.

Die Uniform des Doctors war einfacher, und beſtand aus einem gruͤnlich⸗grauen Rocke, mit car⸗ moiſinrothen Sammetaufſchlaͤgen und Staffirung, aber bloß an den Knopfloͤchern beſetzt, ferner aus carmoiſinener Weſte und Hoſen, und blauen Struͤmpfen.

„Die Canaillen von Bedienten, die er mit ſich herumſchleppt, werden uns nicht gehoͤrt haben,“ rief Lieutenant Thomas zornig, und klopfte noch ein Mal.

„Fuͤr ſo armſelige Leute, wie wir ſind, haben ſie keine Ohren,“ fuͤgte Gédeon mit tuͤckiſchem La⸗ cheln hinzu, und pochte von Neuem.

Da öffnete ſich die Thuͤr, und der Lieutenant konnte ſeinen Unwillen nicht verbergen, als er vier bis fuͤnf Bediente erblickte, die in ihrer Pracht⸗ Livrée in einem Vorzimmer des Hauſes ſtanden, worin der Graf von Vaudrey, wenn er in Breſt war, gewoͤhnlich wohnte, da es ihm bei ſeinem Ver⸗ mogen ein Leichtes war, in jedem der drei Kriegs⸗ haͤfen, wohin ihn etwa ſein Dienſt rufen konnte, ſich eine eigene Wohnung zu halten.

Einer von den Lakeien öffnete die Thuͤr eines Vorſaals, wo ſich zwei ſchwarzgekleidete Kammer⸗ diener befanden, die Jean Thomas fragten, ob er nicht der Lieutenant des Herrn Grafen von Vau⸗ drey wäre.

Die Seewarte v. Koat⸗Vön. II. 4